Wir sind am Freitag mittag in Soria angekommen und haben uns gleich auf die Besichtigung der Rad- u. Laufstrecke begeben.
Die Laufstrecke war für uns ungewohnt schon leicht profiliert mit einigen leichten Steigungen. Die 20 km Radstrecke hatte es in sich.
Ungleichmäßige Steigungen und rasante Abfahrten sollten am Rennsonntag auf uns warten. Auf unserer Proberunde wurden Geschwindigkeiten bis 75 km/h erzielt. Am Wettkampfmorgen um 8.30 herrschte eine Temperatur nur leicht über dem Gefrierpunkt, auf den Bergkuppen lag noch der Schnee.
Der 1. Lauf über 5 km lief dann auch für uns beide im Rahmen unserer gesetzten Ziele. Ich lag in Führung des 25 köpfigen Starterfeldes, Silvia konnte sich im Mittelfeld der 22 Starterinnen einordnen.
Der Schock folgte auf der anschließenden Radstrecke.  Starke Seitenwinde mit Böen bis 40 km/h aus allen Richtungen machten die Abfahrten zu einer halsbrecherischen Angelegenheit.
Schon bald hatte mich mein größter Konkurrent aus England, David Butt, eingeholt, der anscheinend mit den Abfahrten besser fertig wurde und ich nahm allen Mut zusammen um ihm in gebührenden Abstand zu folgen.
Silvia war sehr erschrocken über die Winde, die Ihr Fahrrad teilweise bei hoher Geschwindigkeit über einen Meter seitlich versetzten.
So nahm sie, um nicht in Unfälle verwickelt zu werden, das Tempo auf dem Rad erheblich zurück und konnte somit Ihr Potential  nicht voll ausnutzen.
Nach einer von beiden sehr schnellen Wechselzeit auf die abschließende 2,5 km Laufstrecke konnte ich meinen Verfolger überholen und den Vorsprung auf über 50 Sek. ausbauen. Damit wurde ich nun zum dritten Mal in Folge Europameister in dieser Diszisplin (Hattrick)
Silvia hatte auf der abschließenden Laufstrecke noch einen Kampf mit einer spanischen Mitbewerberin auszufechten, um ihr gesetztes Ziel, die Top-Ten Platzierung zu erreichen. Dieses gelang ihr mit Erreichen des 9. Platzes als  zweitbeste deutsche Starterin.