Urprünglich hatte ich mich zur WM für die Kurzdistanz angemeldet. Nach meinem Radunfall Ende Juli mit dem 6-wöchigen Trainingsausfall habe ich mich dann doch für den Sprint entschieden, im nachhinein die richtige Entscheidung, denn der Jetlag zehrte doch mehr an meinen Kräften als vorher gedacht.
Wir waren am Donnerstag angereist und der Start war am Sonntag gleich um 7.00 Uh morgens. In unserer Startgruppe ab 60 war ich mit der jüngste Teilnehmer und konnte nicht groß taktieren. Sofort habe ich die Flucht nach vorn gesucht und den ersten Kilometer in 3,5 Min. gelaufen. Erstaunt hat mich dann nach ca. zwei Kilometern, das nicht die favorisierten Amerikaner,  sondern zwei Australier überholten.
Deren Tempo konnte ich leider nicht mitgehen. So kam ich nach einer Zeit von 18.38 Min für die ersten 4,8 km in die Wechselzone.
Wechsel klappte sehr gut aber auf dem Rad merkte ich gleich das die Beine schon recht schwer waren.
Der Kurs war eng, leicht hügelig und nicht so schnell wie ich gedacht hatte. Mit der Radzeit von 35.12 Min war ich dann auch nicht ganz zufriedenn aber zumindest konnte ich mir die Konkurrenz vom Leib halten. Wechsel klappte dann wieder ganz gut und auf dem anschließenden Lauf von 2,7 km in einer Zeit von 11,01 Min konnte ich den Vorsprung halten und war mit dem Gewinn der Brozemedaille unter diesen Umständen sehr zufrieden.

Zur Siegerehrung am Abend hatten wir dann mit dem kleinen deutschen Team eine Superstimmung auf der Terasse des Interconti in Adelaide.