DSC00575Duathlon-Spezialist Heinrich Wilmink ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden: Bei der Europameisterschaft in Kalkar siegte der LCN-Ausdauerathlet im Sprint der Klasse M60 mit einer Gesamtzeit von 1:01:56 Stunden. „Es war bei der abschließenden Zeremonie ein Glücksgefühl, die Goldmedaille entgegenzunehmen“, freute sich der Nordhorner, der sich am Sonntag gegen 22 Konkurrenten seiner Klasse durchgesetzt hatte.

Dabei lief es für ihn anfangs nicht optimal. Beim Start über die 5-km-Strecke wurde er, da mehrere Klassen zusammengefasst wurden, im 100-köpfigen Feld hinten eingereiht. So musste er zunächst viel Kraft aufwenden, um sich durch das Läuferfeld nach vorn zu kämpfen. „Aber schon bald hatte ich den führenden Engländer David Butt in Sichtweite“, berichtete Wilmink. Nach 19:18 Minuten beendete er den ersten Laufabschnitt.

Beim Radfahren hielt sich der Nordhorner auf der ersten der zwei 10-km-Runden noch zurück, um nicht zu früh die Führungsposition zu übernehmen. Mitte der zweiten Runde jedoch überholte Heinrich Wilmink seinen stärksten Konkurrenten und startete die Flucht nach vorne: „Von da an habe ich getreten, was die Beine hergaben, um ihn abzuschütteln.“ Nach 30:35 Minuten stieg er vom Rad und nahm die letzten 2,5 Kilometer laufend in Angriff. Mit seiner Zeit von 10:08 verteidigte er seine Führungsposition und holte sich wie 2015 den EM-Titel.

Silvia Rodes gelungene Duathlon-Premiere auf internationaler Ebene

Auch Teamkollegin Silvia Rode zeigte bei ihrem ersten internationalen Duathlon-Wettkampf eine starke Leistung. Sie schloss den Sprintwettbewerb als Viertplatzierte ihrer Klasse W50 ab und war mit 1:12:01 Stunden die zweibeste deutsche Teilnehmerin. Verletzungsbedingt hatte sie in den letzten vier Wochen kein Lauftraining durchführen können. Trotzdem legte sie die ersten fünf Kilometer in 23:24 Minuten zurück.

Auf der Radstrecke über 20 km schöpfte sie ihr Potenzial dann aus und überholte etliche Konkurrentinnen mit ihrer Zeit von 34:19 Minuten. Den zwischenzeitlich erreichten vierten Platz sicherte sie im abschließenden Lauf über 2,5 km (12:08). „Schade, dass meine Wadenverletzung kein Lauftraining zugelassen hat. Der vierte Platz ist trotzdem toll“, freute sich Silvia Rode.

Ingo Beckemper schafft es auf der Kurzdistanz in die „Top Ten“

Ingo Beckemper schloss die Kurzstrecke mit einem neunten Platz der Klasse M45 ab. Er ließ sich nicht beirren, dass einige Konkurrenten den ersten Kilometer enorm schnell angegangen waren (3:20), sondern suchte seinen eigenen Rhythmus. Nach seinen drei Teilergebnissen im 10-km-Lauf (38:48 Minuten), auf der 40 km langen Radstrecke (1:05:04 Stunden bei starkem Wind) und im abschließenden 5-km-Lauf (20:40) konnte der Brandlechter feststellen: „Mit meiner Leistung bin ich super zufrieden.“ Mit seiner Gesamtzeit von 2:06:13 Stunden war er zweitbester Deutscher hinter Dirk Strothmann