Am Samstag habe ich mich auf den Weg Richtung Dagebüll gemacht, um die Fähre nach Föhr zu nehmen. Für uns Teilnehmer war die Überfahrt inklusive unseres Rennrades umsonst.
Da auf der Überfahrt auch andere Triathleten anwesend waren, wurde die ca. 15 km lange Strecke vom Hafen in Wyk zum Campingplatz in Uetersum zusammen in Angriff genommen.
Das Zeltgepäck musste natürlich auch irgendwie transportiert werden, so dass es teilweise sehr wackelig wurde.
Am Campingplatz angekommen hieß es dann inmitten von gefühlt 500 anderen Zelten, den eigenen Schlafplatz aufzubauen. Anschließend ging es mit dem Rad Richtung Wechselzone, um die Startunterlagen abzuholen und das Rad einzuchecken. Abends wurde noch in großer Runde zusammen gegessen.
Nach einer kurzen und nicht gerade erholsamen Nacht klingelte der Wecker am nächsten Morgen sehr früh. Es mussten mehere Taschen für die verschiedenen Stationen gepackt werden und an verschiedenen Stellen abgegeben werden. Vollgepackt mit Neo und Vorstartverpflegung ging es dann pünktlich um 9 Uhr los Richtung Watt.
Wahrscheinlich hat keiner der Teilnehmer auch nur ansatzweise damit gerechnet, dass es sich hierbei um eine 13km Tour bei wolkenlos vom Himmel knallender Sonne handelt.
Dementsprechend waren wir alle froh, nach 3!! stündiger Wanderung endlich auf Amrum angekommen zu sein. Hier konnten die Beine nochmal hochgelegt werden und eine Kleinigkeit gegessen und getrunken werden (es gab natürlich nur Red Bull für alle :-)!!!)
Der Start erfolgte um 14.30 Uhr. Mit dem anderen 600 Teilnehmern erfolgte ein Massenstart in die zum Glück nicht sehr raue Nordesee. Die komplettem 3 km waren zwar nicht einsehbar, aber verankerte Boote wiesen einem den Weg. Das Salzwasser war gewähnungsbedürftig, insgesamt klappte das Schwimmen aber gut. Ich fand schnell meinen Rythmus und war nach gut 54 Minuten auf Föhr angekommen. Mit meiner Zeit lag ich zu dem Zeitpunkt auf Rang 20 der Frauenwertung. Nun kam die 40 km lange Radstrecke. Auch hier meinte es das Wetter heute gut mit uns. Es wurden 2 Radrunden entlang des Deiches gefahren und nach 1:06 fand ich mich auf dem 12 PLatz wieder. Ich konnte hier also etwas Boden gut machen. Nachdem das Rad abgestellt war, hieß es keine Zeit zu verlieren und Richtung Bootsanleger zu sprinten. Da immer nur 12 Leute auf ein Boot konnten, zählte jede Sekunde.
Ich hatte Glück und war einer der letzten auf einem fast gefüllten Boot, so dass sich für mich keine Wartezeit ergab.
Dann ging es mit hoher Geschwindigkeit in 15 Minuten von Föhr nach Sylt und natürlich gab es an Bord wieder Energie in Form von Red Bull.  Nach dem Anlegen kam der wohl anstrengendste Teil des Triathlons. Die 11,5 km lange Laufstrecke führte uns erst die Dünen hoch und runter, um dann die letzen 5km über den Strand zu führen. Das Laufen war ein stetiger Kompromiss zwischen trockenen Füßen und dem Versuch dem ganz tiefen Sand zu entkommen. Das Resultat war eine Laufzeit von 57 Minuten. Trotzdem konnte ich noch 3 vor mir liegende Frauen einsammeln und wurde insgesamt 8. Frau. Mit dem Ergebnis bin ich total zufrieden.
Abends ging es dann auf einem extra gecharterten Teilnehmerschiff zurück von Sylt nach Föhr.
Insgesamt hat mir das Event sehr viel Spaß gemacht! Red Bull kann ich für den Rest meines Lebens nicht mehr trinken:-)